Realisierung

Der ‚Grenzüberschreitende Bürgerwindpark’ muss für die Umsetzung als 4 unabhängige Teilprojekte betrachtet werden. Jedes Teilprojekt verlangt ein unabhängiges Genehmigungs-verfahren. Deshalb wird auch die Errichtung des Grenzstrom Vindtved Windparks in 4 Schritten realisiert:

1. Frühjahr 2007 Die 4 Siemens-Anlagen sind erfolgreich aufgestellt worden. Die Inbetriebnahme lief problemlos und der Ertrag erfüllt die Erwartungen.

2. Winter 2009 Die Weiterentwicklung der 5M zu einer 6MW-Version wird hier errichtet und vermessen. Der Testbetrieb soll die Praxistauglichkeit der Anlagen unter Beweis stellen.

3. Frühjahr 2009 Nach dem schon genehmigten Abriss der alten Gebäude wird der Bauantrag für den Pavillon gestellt, in dem dann das Infozentrum etabliert wird.

4. Frühjahr 2010 Im Winter 2009 wird bei der Gemeinde Tondern ein Antrag auf Ausweisung des dänischen Planungsraumes zur Windeignungs- fläche gestellt. Die Errichtung der 3Anlagen in der Gemarkung Sæd bei Vindtved wird dann wegen der langen Vorbereitungs- und Lieferzeiten für 2012 erwartet.

Mit Vollendung des gesammten grenzüberschreitenden Windparkes könnte dann im Sommer 2012 ein grosses Windmühlenfest mit Bildhauersymposium zum Tema Wind, Ochse am Spies und Tanzvergnügen stattfinden.

Dass das Projekt in unabhängigen Einzelschritten genehmigt werden muss, ändert nicht an dem Willen der Bürgergemeinschaft, das Gesamtprojekt zu verwirklichen. Allerdings ist das Projekt durch die Besonderheiten des Projektes stark unter Druck geraten und der ökonomische Spielraum für einzelne Aspekte des BENTUSS-Konzeptes erheblich eingeschränkt. Dadurch sind wir darauf angewiesen, dass jedes Teilprojekt ökonomisch in sich selbst ruht.

Während der Planung wurden die Mühlenstandorte immer wieder auf ihre Belastung der Umgebung überprüft. Schallgutachten sichern, dass die Beeinträchtigung der Anwohner möglichst klein gehalten werden.
Schattengutachten ermitteln die Einwirkung von Schattenwurf auf umliegende Häuser. So genannte Schattenwurfmodule sichern, dass Anwohner nicht ungebührlich durch den vorüber ziehenden Schatten belästigt werden.
In einem gesonderten Visualisierungsverfahren wurden die Auswirkungen auf das Landschaftsbild betrachtet und bewertet. Auch hier ergaben sich keine schwerwiegenden Beeinträchtigungen. Ausgleichszahlungen für die Landschaftsbildbeslastung kommen dem Naturschutz in Nordfriesland unmittelbar zu Gute.

In einem Grenzüberschreitenden Vogelgutachten wurden auch die Einwirkungen eines solchen Projektes auf die Vogelwelt betrachtet und bewertet. Es ergab keine schwerwie-gende Beeinträchtigung. In Zusammenarbeit mit dem Gutachter und den Behörden wurden Ausgleichsmaβnahmen erarbeitet, die die entstehende Beeinträchtigung kompensieren. Ausgleichsflächen und Waldpflanzungen sowohl in unmittelbarer Nähe als auch in der Hattstedter Marsch schaffen diesen Ausgleich. Diese Flächen werden von einem eigens dafür gegründeten gemeinnützigen Verein unter Gesichtspunkten des Wiesenvogelschutzes bewirtschaftet